Outsourcing: Welchen Nutzen hat die Auslagerung für Unternehmer?

Mittlerweile ist Outsourcing in der Unternehmenswelt gängige Praxis. Unter Outsourcing versteht man die Auslagerung einzelner Arbeiten oder ganzer Arbeitsbereiche an ein anderes Unternehmen. Weit verbreitet ist dies nicht nur in Großkonzernen, auch die Zahl an kleinen und mittelständischen Betrieben, die diese Möglichkeit wahrnehmen, nimmt zu. Kein Wunder, bringt die Abgabe von Unternehmensaufgaben und Unternehmensstrukturen an externe oder interne Dienstleister doch einige Vorteile mit sich. Trotzdem sollte eine solche Entscheidung niemals leichtfertig gefällt werden. Vor- und Nachteile müssen gegeneinander abgewogen werden. Letztendlich gilt es, sich zu fragen, ob und wie sich Outsourcing für das eigene Unternehmen lohnt.

Welche Vorteile bietet Outsourcing?

Bereits in den 1960er Jahren entdeckten Unternehmen die vielen Vorteile, welche die Auslagerung verschiedener Arbeitsbereiche mit sich bringt. Wirklich geprägt wurde der Begriff Outsourcing allerdings erst in den letzten Jahren. Nicht für jedes Unternehmen lohnt sich ein solches Konzept. Man sollte immer die individuelle Unternehmensstruktur und die Unternehmensziele im Hinterkopf haben.

Wesentliche Vorteile des Outsourcing sind:

  • Das Unternehmen kann sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren
  • Weil sich der Anbieter nur auf die Erbringung einer einzelnen Leistung konzentrieren kann, nimmt die Qualität im Unternehmen zu
  • Durch die Konzentration auf eine Kerntätigkeit wird die Produktivität erhöht
  • Da Personal-, Sach- und Kapitalkosten entfallen, kommt es zu einer Kostenreduktion
  • Fixe werden zu variablen Kosten, da Leistungen nur noch bei Abruf bezahlt werden müssen
  • Ein Teil des unternehmerischen Risikos wird verlagert, geht die Verantwortung für Personal, Auslastung oder Auftragslage doch auf den Anbieter über

Mit welchen Nachteilen ist beim Outsourcing zu rechnen?

Wie bei allem muss auch beim Outsourcen mit einigen Nachteilen gerechnet werden. Wichtig ist, zu schauen, ob die Vor- oder die Nachteile überwiegen würden. Und das sind die Schattenseiten des Outsourcing:

  • Es besteht eine Abhängigkeit zum Leistungserbringer, wird eine bestimmte Arbeit in fast allen Fällen doch in die Hände eines einzigen Anbieters gegeben
  • Das andere Unternehmen bekommt unerwünscht Einblick in den Betriebsablauf, müssen für die Umsetzung doch alle Prozesse, Dokumente oder Abrechnungen durchleuchtet werden. Dies erhöht das Risiko der Weitergabe von Betriebsgeheimnissen, sofern sich der Anbieter später als nicht vertrauenswürdig herausstellt.
  • Weil die Verträge meistens Laufzeiten über mehrere Jahre haben und der Nutzen für das Unternehmen häufig erst dann beginnt, wenn sich der Anbieter eingearbeitet hat, sind Entscheidungen schwer umkehrbar
  • Der hohe Kommunikations- und Koordinationsaufwand mit dem Outsourcing-Partner sollte nicht unterschätzt werden

Welche Bereiche lassen sich auslagern?

Wer sich für Outsourcing entscheidet, lagert nicht nur Randbereiche seines Unternehmens aus. Viele machen es sich zu Nutze, kritisch und sensibel betrachtete Bereiche und Abteilungen in externe Hände zu geben. Mittlerweile gibt es kaum einen Bereich, der sich nicht für das Auslagern eignet. Man sollte sich jedoch darüber bewusst sein: Je sensibler ein Bereich ist, umso höher ist das Risiko, welches mit dem Outsourcing einhergeht.

Mögliche Unternehmensfelder für die Auslagerung sind: Entwicklung, Personal, Buchhaltung, Controlling, IT, Lager/Logistik, Prozesse, Konstruktion, Einkauf, Weiterbildung, Instandhaltung, Sicherheit, Fuhrpark, Lohn und Gehalt. Weniger groß ist das Risiko, wenn die Bereiche Empfang, Gebäude, Reinigung, Garten und Kantine ausgelagert werden.

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